TOFTÜ – Erfolgreiche Tage der offenen Tür

Zum ersten Jahrestag unseres Einzugs gab es beim LebensAlter-Wohnprojekt Tage der offenen Tür. Lange geplant und vorbereitet durch die TOFTÜ-Gruppe sowie einigen kleinen AG’s liefen diese Tag in der letzten Juniwoche sehr erfolgreich.

 

„Und wenn wir alle zusammenziehen …?“

 

Mit diesem sehr französischen Film eröffnen wir die Reihe unserer Veranstaltungen. Annähernd fünfzig Besucherinnen und Besucher finden sich in den „Burglichtspielen“ in Gustavsburg ein. Bemerkenswert: die Kooperation mit dem kommunalen Kino, das auf unsere Anfrage hin bereit war, den Film als Sondervorstellung ins Programm zu nehmen. Ausbaufähig!

 

 

 

Modell der Zukunft? – Wohnprojekte stellen sich vor. Ein Podiumsgespräch

 

Es folgt ein Podiumsgespräch im benachbarten Gemeindezentrum von St. Marien. Sechs Leute auf dem Podium berichten von konkreten Erfahrungen mit und in unterschiedlichen Wohnprojekten bzw. stellen ihre Position zum Thema Demografischer Wandel und Gemeinschaftliches Wohnen dar: aus Sicht der Kommunalpolitik, der Sozialwissenschaft und der Projektberatung. An der lebhaften Diskussion beteiligen sich viele der sechzig anwesenden Menschen. Unter ihnen sind einige, die zu erkennen geben, dass sie selber gern gemeinschaftlich wohnen möchten und dafür Unterstützung suchen. Gemeinschaftliches Wohnen ist ein Zukunftsthema, das bisher als wachsender Bedarf weder in der Politik noch in der Bauwirtschaft wirklich ernsthaft wahrgenommen wird. Leute, die ein neues Projekt initiieren wollen, könnten sich einem bestehenden Verein wie dem LebensAlter e.V. anschließen, innerhalb dieses Vereins eine Gruppe bilden und unterstützt durch den Verein nach Partnern für die Umsetzung suchen. Vorteil:

man muss nicht erst einen neuen Verein gründen, kann die Umwege der alten Gruppe vermeiden und aus deren Fehlern lernen.

 

Gemeinsam statt einsam – offene Türen

Am Samstag, dem 28. Juni sind nun wirklich die Türen des Wohnprojekts offen. Auf der Schillerstraße und unserem Außengelände gibt’s Flohmarkt, Infostände (auch anderer sozialen und kulturellen Initiativen und Institutionen in GiGu). Dazu ein reichhaltiges Angebot an lukullischen Spezialitäten, Kaffee, Kuchen und Waffeln, Wein, Bier und Saft. Für die Kinder ein Spielangebot – und für die Erwachsenen Hausführungen durch Gemeinschaftsräume und Wohnungen. Zehn- zwölfmal ziehen große Gruppen von Neugierigen durchs Haus und finden unsere Wohnungen klasse. Draußen läuft ein musikalisches Unterhaltungsprogramm mit Songs aus den Sechzigern und Siebzigern,mit Saxophonarrangements und abschließend Volksliedern, vorgetragen vom Naturfreundechor aus Rüsselsheim. Immer neue Besucher kommen. Am Ende können wir nur schätzen, wie viele an diesem langen Tag bei uns waren: 300? 400? So um den Dreh‘.

 

Im Haus und ums Haus und ums Haus herum

Der Sonntagvormittag gehört uns – und unseren Verwandten und Freunden. Die bringen Speise für ein üppiges brunch mit. Jutta und Charles, Ehemalige unseres Vereins, tragen Chansons vor, während wir anderen es uns bei allerlei Köstlichkeiten gut gehen lassen.

Dabei lernen wir Angehörige und Freunde unserer Mitbewohnerinnen und Mitbewohner kennen. Aus dem Vormittagsbrunch wird noch einmal fast ein ganzer Tag, angefüllt mit vielen spannenden Gesprächen und Begegnungen.

 

 

Große Aufmerksamkeit in Nachbarschaft und Öffentlichkeit

Am Samstagabend kommen muslimische Nachbarn und bringen uns selbstgemachten Traubensaft und Blumen. Schon häufiger haben wir durch Briefkastenaktionen die Nachbarschaft angesprochen und z.B. während der Bauzeit zum Richtfest eingeladen oder um Verständnis für Lärm und Dreck gebeten. In der Ginsheim-Gustavsburger Öffentlichkeit sind unsere Veranstaltungen in allen Presseorganen ausführlich angekündigt worden. Mit Handzetteln und Plakaten haben wir unsere TOFTÜ beworben. Die Aufmerksamkeit ist groß, und neue Aufgaben zeichnen sich ab: Das Podiumsgespräch am Freitagabend fokussiert sich u.a. auf Themen wie z.B. „Zusammenleben und Dialog der Generationen“ oder auch „Pflege“. In Themenfeldern wie diesen kann und wird sich der LebensAlter e.V. engagieren. Wir werden versuchen, Einfluss zu nehmen auf eine Entwicklung des Wohnquartiers, in dem die Faktoren Wohnen, Bildung, Gesundheit und Kultur ineinander greifen und in ihrem Zusammenspiel zur Lebensqualität für die hier lebenden jungen und alten Menschen beitragen.

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